The Race - 1000 miles Checkliste

Koffer packen

Langstreckenregatten üben auf viele Segler einen besonderen Reiz aus. Die einen sehen darin die Möglichkeit die eigene Komfortzone zu erweitern, während andere ihren Fokus auf eine möglich gute Platzierung setzen. Unumgänglich für jeden Teilnehmer ist jedoch die entsprechende Vorbereitung,

 

Auf der Strecke von Biograd nach Lefkas werden die Teilnehmer mit verschiedenen Bedingungen konfrontiert werden und darauf sollten alle möglichst gut vorbereitet sein.

 

Diese Checkliste soll dir dabei helfen,  dir einen Überblick über sinnvolle Ausrüstungsgegenstände für eine erfolgreiche Teilnahme zu verschaffen.

 

Alle Vorschläge sind vom Segelwelt.at Team auf unzähligen Seemeilen ausführlich getestet worden und können zu besonderen Konditionen dort bestellt werden.

 

Informationen zu den Produkten und dem Bestellvorgang findest du im herunterladbaren und interaktiven Katalog.

 


 

 

 

Bekleidung

 

Wichtig für Sicherheit und Leistung ist das persönliche Wohlbefinden und daran hat die richtige Kleidung einen hohen Anteil.
Bewährt hat sich ein 3-Schichten System, welches einerseits warm hält und bei anstrengender Tätigkeit Schweiß von Innen nach außen ableitet. Gerade bei Langstreckenregatten wechseln sich lange Sitzzeiten mit kurzfristig intensiven Betätigungen (z. Bsp. Segelwechsel) ab, was andere Anforderungen an die Bekleidung stellt als bei Kurzstreckenregatten.

Um Gewicht und Platz zu sparen gilt hier: So viel wie nötig und so wenig wie möglich einzupacken

  • Unterwäsche: sollte klimaregulierend und wärmend sein; besonders Merinowolle hat hier den Vorteil nahezu geruchsneutral zu sein und somit über mehrere Tage getragen werden kann.
  • Mittelschicht: dient als Wärmebarriere; im Idealfall winddicht und wasserabweisend um bei passenden Bedingungen auch als oberste Schicht getragen werden zu können (z. Bsp. Musto Body Warmer)
  • Oberschicht: Schützt vor den äußeren Bedingungen bei Schlechtwetter und viel Spritzwasser; hier sollte man keine Abstriche machen und auf Offshore taugliches Ölzeug (z. Bsp. Musto oder Helly Hansen) setzen.
  • Schuhe/Stiefel: Stiefel dürfen auf keinen Fall fehlen; atmungsaktive Stiefel (z. Bsp. Dubarry, Musto, Lizard) können unter Tags auch anstelle von normalen Bordschuhen getragen werden. Klassische Gummistiefel sollten auf jeden Fall durch Segelschuhe (z. Bsp. Von Nelly Hansen, Musto oder Astral) ergänzt werden.

Die mittlere und unterste Schicht sollte in 2-facher Ausführung eingepackt werden - denn wird es einmal wirklich nass muss auf eine trockene Garnitur gewechselt werden können.

 

Persönliche Ausrüstung

 

Zur Pflichtausrüstung eines jeden Crewmitglieds zählt:

  • ein am Körper getragenes Messer
  • eine Stirnlampe mit Rotlicht (z, Bsp. Black Diamond Storm)
Reparatur und Ersatzteile

 

Ein wichtiger Aspekt bei Langstreckenregatten ist die Möglichkeit kleine Reparaturen selbst an Bord durchführen zu können.

 

Segelreparatur:

  • Spinnaker: für kleine Reparaturen Spinnaker Repair Tape oder Dr. Sails Segel-Reparaturkit
  • Groß- und Vorsegel: selbstklebendes Nummerntuch, Dacron Repair Tape oder Dr. Sails Segel-Reparaturkit
  • große Risse und Löcher: hier hat sich ein Kombination aus selbstklebendem Nummerntuch und dem Vernähen desselben bewährt

Aufgrund der Dauerbelastung bei „The Race" werden auch immer wieder andere Dinge zu Bruch gehen, sei es durch Materialermüdung oder zu hoher Belastung. Für diesen Zweck sollte man sich eine kleine Tasche mit Ersatzteilen zusammenstellen:

 

Ersatzteile:

  • Ersatzblöcke: hier am besten Snatchblöcke, den diese sind universell einsetzbar
  • Ersatzschäkel: in Metallausführung oder als Softschäkel
  • 1 Rolle 3mm oder 4mm Dyneema Leine
  • 2-Komeponenten Epoxy
  • batteriebetriebene Ersatz-Navigationsbeleuchtung als sekundäres Backupsystem
Sicherheit

 

Gerade bei einer Hochseeregatta empfehlen wir große Sorgfalt auf die Sicherheit der Crew zu legen, dann im schlechtesten Fall muss man für einen längeren Zeitraum ohne Hilfe ausharren.


Oberste Prämisse ist hier das eigene Können einschätzen zu können und danach zu handeln.
Training - Vorbereitung - Ausrüstung: Das sind die Faktoren für eine sichere Teilnahme an einer Hochseeregatta.

  • Training: World Sailing Sicherheitstraining bei www.segelwelt.at für möglichst viele Crewmitglieder.
  • Vorbereitung: In mehreren Crewtreffen Sicherheitsrelevante Themen besprechen.
  • Ausrüstung:
    • persönliche Sicherheitsausrüstung:
      • Rettungsweste mit integriertem Lifebelt: mindestens 150N Auftrieb, mit Integriertem Blitzlicht und Sprayhood ausgerüstet
      • Lifeline: zum Einpicken am Schiff; mit Überlastungsanzeige und Sicherheitskarabiner
      • Ersatzset: passendes Ersatzset für die Rettungsweste
      • persönlicher AIS Notsender: senden bei richtiger Installation on der Rettungsweste automatisch einen Notruf an in der Nähe befindlichen AIS Empfänger
      • gutes Schuhwerk

    Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestausstattung des Bootes (variiert je nach Land der Zulassung) sind folgende zusätzliche Ausrüstungsgegenstände an Bord empfehlenswert:

    • zusätzliche Sicherheitsausrüstung:
      • Strecktau: ermöglicht das Bewegen von Heck zu Bug ohne sich umhängen zu müssen
      • Wurfsack: die einfachste Art, eine Verbindung mit über Bord gegangenen Personen herzustellen; mit oder ohne Bergeschlaufe
      • Markierungstange: Markierungsstangen erhöhen sie Sichtbarkeit über Bord gegangener Personen
      • Rettungshufeisen und Lifesling
Tuning

 

Eigner genießen hier den Vorteil, dass sie ihr Schiff bereits über einen längeren Zeitraum im Voraus regattafit vorbereiten können. Chartersegler bekommen das Boot meist erst mit einer kurzen Vorlaufphase, dennoch empfiehlt es sich kleine Dinge für eine höhere Performance einzusetzen.

  • Leichtwindschoten: essentiell für Leichtwindphasen; hilft dabei, dass der Spinnaker auch bei wenig Wind steht
  • Snatchblöcke: universell einsetzbar: z. Bsp. als Barberhouler für Spinnakerschoten oder als aussen liegender Holepunkt für die Genua bei langen Halbwindstrecken
  • McLube Trockenschmiermittel: sorgt dafür, dass Segel, Rümpfe, Rigg, Decksausrüstung und alles was sich auf Ihrem Boot bewegt, leichter läuft
  • eigene Winchkurbeln: klingt unspektakulär, aber gute Winchkurbeln verringern die Zeit der Manöver und helfen in Stresssituationen
Verpflegung

 

Gerade bei Langstreckenregatten ist warme Nahrung Pflicht. Ausgewogene Ernährung erhöht nicht nur die Leistungsbereitschaft der Crew sondern bewahrt dich auch vor sinkender Stimmung der Crew.

 

Für alle, denen ein möglichst kleine Packmaß und Gewicht wichtig ist, ist gefriergetrochnete Nahrung die erste Wahl. Du kannst quasi à la carte essen und musst dafür nur Wasser zum kochen bringen.


Neben der Hauptspeise solltest du ebenfalls eine kleine Auswahl an Snacks, Obst und Süßigkeiten berücksichtigen, denn diese können bei schlechter Stimmung wahre Wunder wirken.

 

Thermoskannen und Warmhaltebehälter sorgen für warme oder kalte Getränke und Speisen.

 

 

 


 

Speziell für Teilnehmer von „The Race - 1000 miles“ hat Segelwelt.at einen Katalog zusammengestellt, aus dem du ausgewählte Produkte zu besonderen Konditionen bestellen kannst.


Informationen zu den Produkten und dem Bestellvorgang finden Sie im herunterladbaren und interaktiven Katalog.

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Kommentare: 1
  • #1

    Jutta&Toni (Dienstag, 02 Oktober 2018 09:45)

    Kurz, bündig, auf den Punkt gebracht.
    In die eigenen Überlegungen diese Checkliste mit einzubinden, ist sicherlich sehr hilfreich.
    Fair Winds and Following Seas.