Interview mit Dieter Schneider, Vize-Präsident des Österreichischen Segelverbandes und Crewmitglied auf der Bavaria 41 MH 74

Foto: Dieter Schneider

3 Fragen an Dieter Schneider, Vize-Präsident des Österreichischen Segelverbandes und Crewmitglied auf der Bavaria 41 MH 74

1. Sie sind seit dem Frühling OeSV-Vizepräsident. Was macht denn so ein Vizepräsident eigentlich?

 

Der Segelverband hat ja einen Präsidenten und mehrere Vizepräsidenten, die sich die Arbeit aufteilen. Zu meinem Aufgabengebiet zählen die Infrastruktur – deswegen bin ich auch Geschäftsführer der Austrian Sailing GmbH – und das Förderwesen. Die Finanzierung des OeSV und des Spitzensports hängt in erster Linie von der öffentlichen Hand ab. Es dreht sich also vieles um das Einreichen von Förderanträgen. Außerdem denken wir gerade über die Governance des Verbandes und die künftige Struktur nach. Ich hatte auch schon die Ehre bei zwei, drei Gelegenheiten wie etwa dem Eurosaf-Board Meeting Repräsentationsaufgaben zu übernehmen. Insgesamt macht es sehr viel Spaß.

 

2. Apropos Spaß: Sie sind 2012 bei Ihrem ersten Kornati Cup mit dem Segelvirus infiziert worden. Wie ist es dazu gekommen?

 

Ich war sofort fasziniert von den Naturgewalten, der vielen Technik und den ganzen Leinen an Bord. Ich habe am Genuatrimm begonnen, wobei Trimm vielleicht übertrieben ist, ich hab halt einfach gekurbelt. Abgesehen vom Seglerischen hat mir das Format des Kornati Cups gut gefallen: das nette Ambiente mit dem ganzen Rundherum, den Livebands, den Events im Wasserballstadium. Das ist einfach eine schöne Breitensportveranstaltung. Ich sehe es auch als meine Mission an, den gesamten Breitensport auch für das Regattasegeln und den olympischen Spitzensport zu interessieren. Es wäre schön, wenn alle Segler zu einer gemeinsamen Community werden würden.

 

3. Sie planen eine Art Kornati Cup auf den Neusiedlersee zu bringen. Wie kann man sich das vorstellen?

 

Diese Idee stammt eigentlich von Christian „Kletzi“ Bayer. Wir haben auch am See wunderschöne Plätze, die sich für eine Wanderregatta, bei der man jeden Abend wo anders übernachtet und ein spezielles Programm hat, gut eignen würden. Natürlich würde das Gesellschaftliche eine große Rolle spielen. Wir würden das Ganze gerne im Rahmen der Pannonia Sailing Week veranstalten und damit auch die Breitensportler, die nicht in Clubs organisiert sind, ansprechen. Wir befinden uns noch in der Ideenfindungsphase, sind aber zuversichtlich, dass das schon nächstes Jahr etwas wird – natürlich einen entsprechenden Wasserstand vorausgesetzt.

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