Interview mit Gert Schmidleitner

3 Fragen an Wettfahrtleiter Gert „Blondl“ Schmidleitner

Foto: Flagmaster Joana Opelt und Wettfahrtleiter Gert Schmidleitner 

1. Früher fanden die Diskussionen am Funk statt, jetzt wird auf WhatsApp diskutiert. Was ist Ihnen lieber?

 

WhatsApp hat den Vorteil, dass man auch im Nachhinein feststellen kann, was genau kommuniziert wurde und wer was geschrieben hat. Das war am Funk nicht immer möglich. Außerdem ist beim Schreiben die Schwelle höher. Am Funk wurden Anschuldigungen oft leichtfertiger geäußert. Es hat sich auch gezeigt, dass es auf WhatsApp eine Art Korrektiv durch die anderen Teilnehmer gibt. Quermeldungen werden so schnell abgestellt, was am Funk schwieriger war. Was den Inhalt der Diskussionen angeht, ist es mir wurscht, ob das auf Funk oder WhatsApp stattfindet.

 

2. Es fällt auf, dass viele Diskussionen das Tracking und die Zeitnehmung in den offenen Klassen betreffen. Wie kommt es zu diesen unterschiedlichen Wahrnehmungen?

 

Ein Grund ist sicherlich, dass der Tracker am Heck montiert ist und außerdem eine Verzögerung von rund 40 Sekunden hat, weil die Daten ja erst gesendet werden müssen.  Außerdem ist der Zieleingang oft so knapp, da liegen zwischen den Teilnehmern nur 20 oder 30cm. Dafür ist das Tracking zu ungenau. Da zählt nur das Auge des Wettfahrtkomitees, das ist international auch so. Man ist nur im Ziel, wenn das Wettfahrtkomitee den Rumpf über der Ziellinie sieht und nicht wenn der Teilnehmer oder der Tracker glaubt im Ziel zu sein.

 

3. Der Kornati Cup findet erstmals im Herbst statt – Vorteil oder Nachteil?

 

Dadurch, dass es früher dunkel wird, sind die Segeltage deutlich kürzer. Im Frühling hätte ich wahrscheinlich mehr Wettfahrten durchgebracht. Aber der nächste Kornati Cup ist sowieso wieder zum gewohnten Termin Ende April Anfang Mai geplant.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0